Rod Laver

Rod Laver

Name

Rod Laver

Geboren

9 August 1938

Nationalität

Australier

Geburtsort

Rockhampton im australischen Bundesstaat Queensland

Spielhand

links (einhändige Rückhand)

Karrierentitel:

Profi seit

1963

Rücktritt

1976

Karriere

200

Höchste Platzierung

1

Grand-Slam-Einzeltitel:

  • Sieg Australian Open (1960, 1962, 1969)
  • Sieg French Open (1962, 1969)
  • Sieg Wimbledon (1961, 1962,1968,1969)
  • Sieg US Open (1962,1969)

Doppel:

  • Sieg Australian Open (1959,1960,1961,1969)
  • Sieg French Open (1961)
  • Sieg Wimbledon (1970)
  • Final US Open (1960, 1970,1973)

Mixed:

  • Final Australian Open (1959)
  • Sieg French Open (1961)
  • Sieg Wimbledon (1959,1960)
  • Sieg Davis Cup (1959,1960,1961,1962,1973)
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Ehrung Einer Legende

Ehrung einer Legende

Laver war berühmt für seine Schnelligkeit und seinen fulminanten linken Arm, der ihm den Spitznamen «Rocket» (Rakete) eintrug. Er prägte den Sport wie kein anderer sowohl als Amateur wie auch als Profi.

Als Kind spielte er auf einem Tennisplatz, den seine Familie auf ihrer Rinderfarm im Hinterland von Queensland angelegt hatte. Schon früh richtete er sein Spiel auf seine besonderen Fähigkeiten – Schnelligkeit und Kraft – aus, und feilte an diesen mit wilder Entschlossenheit und endloser Hingabe.

Als 15-Jähriger fiel er dem legendären australischen Davis-Cup-Kapitän Harry Hopman auf, der ihm riet, die Schule zu verlassen und sich in Brisbane ganz aufs Tennis zu konzentrieren.

Innert drei Jahren (1956) war Laver im Davis Cup-Team. Seinen ersten Grand-Slam-Titel im Einzel errang er 1960 am Australian Open.

Laver spielte aggressiv. Er nutzte seine Kraft und Genauigkeit, um den Gegner in die Platzecken zu drängen, und seine Schnelligkeit, um ihn dann am Netz zu erledigen.

Er sagte einst, er sei kein grosser Redner, er ziehe es vor, seinen Tennisschläger für ihn sprechen zu lassen – und der sprach sehr eindrucksvoll, mit gezielt gepfefferten Schlägen.

Obwohl Laver seinen kräuselnden Linkshänder-Topspin auf dem Rasen entwickelte, dominierte er auf allen Belägen und bei allen Witterungen.

1962 gewann er den Grand Slam – alle vier Hauptturniere in einer Saison – sowie die italienischen und deutschen Titel.
Er war auch im Davis Cup nicht zu bremsen: zwei Einzel- und zwei Doppelsiege (mit Roy Emerson) auf seinem Heimplatz in Brisbane sicherten Australien den 5:0-Sieg über Mexiko.

All dies neben der Arbeit, die er für den Lebensunterhalt und die Tennisauslagen brauchte. Im folgenden Jahr beschloss er, ins Profi-Lager zu wechseln und disqualifizierte sich damit für die Teilnahme an den Grand-Slam-Turnieren.

Fünf Saisons lang, zu seinen besten Zeiten, spielte er Exhibition-Matches auf der damals noch jungen Profi-Tour.

Ab 1966 gewann er 19 Turniere in Serie auf der amerikanischen Profi-Tour. Erst 1968, mit dem Beginn der Open-Ära, wurden die Profis wieder zu den Traditionsturnieren zugelassen.

Laver knüpfte problemlos an seine früheren Siege an und gewann schon 1969 seinen zweiten Grand Slam. Damit schrieb er nicht nur Heldengeschichte, sondern wurde auch zum Verbindungsglied zweier Epochen. 1971 überschritt er als erster Spieler die Preisgeldmarke von 1 Million Dollar und zeigte seinen Kollegen, dass man vom Tennisspektakel gut leben konnte und auch sollte.

Wer Rod «Rocket» Laver je spielen sah, wird sich für immer an seine Kraft, Schnelligkeit und Genauigkeit erinnern.
Und an die Tatsache, dass er ein sehr bescheidener Mensch war, einer, der genau wusste, welche Arbeit Grösse abverlangt und wie wichtig es ist, dem Gegner und dem Sport selbst jederzeit mit Respekt zu begegnen.

Lavers Erbe wird auch in Zukunft hoffnungsvolle Tennisspieler inspirieren und anspornen.

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Die Worte einer Legende

Rod Laver gewann das Wimbledon-Turnier viermal.

«Denke daran: Es geht immer nur um den nächsten Punkt.»

«Dein Spiel ist immer dann am verwundbarsten, denn du vorne liegst. Lass niemals locker.»

«Wenn du deinen Gegner am Boden hast, mach in fertig.»

«Schlag zu wann immer sich die Gelegenheit anbietet.»

«Roger Federer ist mein klarer Kandidat für den Titel ‚Der Beste aller Zeiten’ – wenn es das überhaupt gibt.» «Rafael Nadal käme nicht weit dahinter.»

«Ich lasse lieber meinen Tennisschläger für mich sprechen.»

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